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Ausstellung: Frauen in Freimann

Beispiele historischer Frauenleben


05. März – 19. April 2026

Welche Frauen lebten in Freimann? Was erlebten sie hier? In welchen Rollen waren sie? Welche Möglichkeiten bot ihnen das Leben in Freimann? Die Ausstellung „Frauen in Freimann“ widmet sich exemplarisch 13 Frauenschicksalen und Lebensentwürfen aus drei Jahrhunderten – von der „Seelnonne“ Anna Weiß (1848-1924) bis zu Andrea Haderer, die bis heute in Freimann lebt.

Die Ausstellung zeigt eine Brandbreite unterschiedlicher Frauen: von der Gutbesitzerin Luise Mohr bis zur einfachen Bäuerin Maria Leinthaler, von den Bildhauerinnen Hanna Koller und Ursula Wachter bis zur Tänzerin Mila Schwegerle, von politisch bis zu beruflich engagierten Frauen, von Frauen, die den Großteil ihres Lebens in Freimann verbrachten, bis zu Frauen wie Lena Christ, die nur kurz mit Freimann in Berührung kamen. Berühmte Frauen und in Freimann bekannte Namen stehen in der Ausstellung bewusst neben Frauen, die bisher kaum gesehen und beachtet wurden.

 

Archive bilden die gesellschaftliche Wahrnehmung von Themen ab. Sie machen offensichtlich, welche Themen und Personen in einer Gesellschaft zur jeweiligen Zeit als bewahrenswert angesehen werden. Wie sehr Frauenleben in der gesellschaftlichen Wahrnehmung im Hintergrund standen und stehen, haben die Leerstellen des zur Verfügung stehenden historischen Archivmaterials deutlich gezeigt. Die Arbeit an der Ausstellung legte Lücken unseres kulturellen Gedächtnisses offen.

 

Diese Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern der Montessori Fachoberschule. Klassen der 11., 12. und 13. Jahrgangsstufe setzten sich kreativ mit den Geschichten der Freimanner Frauen auseinander. Sie reflektierten deren Lebensläufe und Rollen sowie die Möglichkeiten, die den Frauen zur Verfügung standen. Die daraus entstandenen Zeichnungen, Bilder, Fotos, Collagen, Filme und Texte ergänzen die Ausstellung.


Tag der Archive 2026: Was? Archiv?

Straßennamen als Geschichtsquelle

Was sich aus der Benennung von Straßen und Plätzen für die Geschichte Freimanns ablesen lässt

Samstag, 07. März 2026, 11.00 -15.00 Uhr

Auch in diesem Jahr lädt das Stadtteilarchiv Freimann am Tag der Archive zu einem Besuch in seine Räume im Nebengebäude der Mohr-Villa ein. Mit einer kleinen Ausstellung zu verschiedenen Aspekten der Straßenbenennung gibt es zugleich Einblick in seine Bestände.

 

In der Vielfalt der Straßennamen gibt es neben zeitlosen Begriffen aus der Natur Namen verdienter Persönlichkeiten, Erinnerung an Personen oder Orte ortsgeschichtlicher Bedeutung neben solchen mit politischer Aktualität. Gruppen von Namen aus zusammengehörigen Bereichen spiegeln räumliche Zusammengehörigkeit, daneben finden sich aber auch einzelne Namen ohne offensichtlichen Zusammenhang. Diese Vielfalt soll ein wenig bewusst gemacht werden.

 

Als Ordnungsprinzip spielen Straßennamen speziell in dem umfangreichen Bestand der Sammlung des großen Freimanner „Chronisten“ Karl Reitmeir eine wichtige Rolle, die seit 2010 in der Mohr-Villa betreut wird. Außerdem geben aktuelle Neubenennungen in den Freimanner Neubaugebieten Anlass, sich mit diesem Schwerpunkt zu beschäftigen.

 

 

Mohr-Villa Stadtteilarchiv Freimann
im Nebengebäude der Mohr-Villa, Situlistraße 73, 80939 München (U6)

  


Stumme Vergangenheit - Die Nachkriegszeit in Freimann zwischen Wieder- und Neuaufbau

Ausstellung zur NS-Vergangenheit und Erinnerungskultur in Freimann

08. Mai -22. Juni 2025

Was war in der NS-Zeit in Freimann passiert, aber im Wieder- und Neuaufbau verschüttet und vergessen worden? Worüber wurde nach 1945 nicht mehr gesprochen? Die Ausstellung beleuchtet diese Leerstellen anhand der besonderen Gegebenheiten in Freimann und einzelner Schicksale.

 

Thematisiert wird die positive Einstellung zum Nationalsozialismus in weiten Kreisen der Bevölkerung, die Auffindung der NSDAP-Mitgliederkartei in der Papierfabrik Jos. Wirth, das Schicksal des als Juden verfolgten Georg Dehn, Schicksale von Zwangsarbeitern, Displaced Persons, Flüchtlingen und Vertriebenen.

 

Kreativ setzten sich die 11. Klassen der Montessori Fachoberschule mit ausgewählten Kapiteln der NS-Vergangenheit und konkreten Archivalien des Freimanner Stadtteilarchivs auseinander. Die daraus entstandenen Arbeiten ergänzen die Ausstellung. 


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