Dimiter Inkiow

Dimiter Inkiow wurde am 10.Oktober 1932 in Chaskowo, Bulgarien geboren. Nach dem Abitur absolvierte er zunächst eine Lehre als Bergbauingenieur, und studierte danach Schauspiel und Theaterwissenschaft. In den 50er Jahren avancierte er in Bulgarien zu einem bekannten Bühnenautor, der allerdings bereits Mitte der 60er Jahre beim Regime mit einer Komödie aneckte. Er bekam 1965 noch eine Reise in die Bundesrepublik Deutschland bewilligt, damit er Satiren über den Westen schreiben könne. Bei der Gelegenheit bat er in München um politisches Asyl.

Er arbeitete für Radio Freies Europa und begann, Kinderbücher zu schreiben. 1974 erschien das erste Kinderbuch, Die Puppe, die ein Baby haben wollte. Von seinen über hundert Kinderbüchern sind die Bände der Reihe Ich und meine Schwester Klara die bekanntesten. Seine Werke wurden in 25 Sprachen übersetzt. in den letzten Jahren beschäftigte er sich vor allem mit Nacherzählungen antiker Sagen. Seine Nacherzählung der Ilias wurde noch kurz vor seinem Tod für den Hörspielpreis 2006 nominiert.

Im November 1982 zog Inkiow nach  Freimann. Er hat viel zur Förderung der Mohr-Villa beigetragen und war auch sonst Freimann sehr verbunden.

Dimiter Inkiow starb am 24. September 2006.