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23.04.2026

Mila Schwegerle

Mila Schwegerle | 1892 – 1922

 

„An Hans Schwegerles Werken „konnte jeder, mit Organ und Gesicht begabt, ablesen, wer den Elan in sein Werk gebracht hatte. Seit dieser Bekanntschaft ist eine Wendung zum Guten hin zu beachten, die keinem entgehen kann.“ Ernst Glöckner, 1917

 

  

Mila Schwegerle stammte aus dem heutigen Südtirol. Thomas Mann nannte sie in seinem Tagebuch eine „halbitalienische ehem. Tänzerin“. Sie war Teil der Schwabinger Boheme, veröffentlichte kleinere Texte in der Zeitschrift „Die Jugend“ und überließ ihren dichterischen Nachlass dem Schriftsteller Hans Carossa.

 

Doch in erster Linie war sie Tänzerin für modernen Tanz. Sie unterhielt eine eigene Tanzschule für „Rhythmische Gymnastik“ in der Heßstraße in Schwabing. 1917 heiratete sie den Bildhauer Hans Schwegerle und beeinflusste seine Kunst maßgeblich.

 

Seit der Geburt ihrer beiden Töchter (1918 und 1919) fand Mila Schwegerle kaum noch Raum für berufliche und künstlerische Betätigung. 1919 brachte sie noch mit vielen Freimanner Laienschauspielern ein von ihr geschriebenes Krippenspiel auf die Bühne. Ein immenser Aufwand, den sie unter der Doppelbelastung durch die beiden kleinen Kinder leistete, allerdings innerhalb der Gemeinde wenig wertgeschätzt fand.

 

Unheilbar an Tuberkulose erkrankt sprang sie in ihrer Verzweiflung 1921 aus dem Fenster des Wohnhauses in der Leinthalerstraße. Im Alter von 30 Jahren verstarb sie 1922 an ihrer Tuberkuloseerkrankung.

tagPlaceholderTags: Menschen in Freimann, Frauen-Ausstellung 2026, Ausstellung, Frauen in Freimann
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