Maria Lindlbauer | 1913 - 1996
„Wir waren ja der Dallmayr von Freimann“, resümierte Maria Lindlbauer im Rückblick auf ihr Berufsleben. 25 Jahre hatte sie in ihrem Geschäft gestanden, nachdem sie 1951 zusammen mit ihrer Schwester Anna die Milchstube mit kleinem Café von ihren Eltern übernommen hatte.
1954 machten die beiden Frauen daraus einen Feinkostladen. Einer ihrer Kunden war Werner Heisenberg, der in den 50er Jahren in Freimann-Süd wohnte und das Max-Planck-Institut leitete. Auch die ein oder andere „Berühmtheit“ des Bayerischen Rundfunks gehörten zu ihren Kunden. Maria Lindlbauers Feinkostladen war eine „Institution“ in Freimann.
Nicht minder prägend wurde Maria Lindlbauer durch ihr Engagement für die Bewahrung der Geschichte Freimanns. Unzählige Fakten, Geschichten und Hintergründe trug sie zusammen und schuf damit das Fundament für das heutige Stadtteilarchiv Freimann.
Maria Lindlbauer blieb unverheiratet. Für ihre Tochter sorgte sie alleinerziehend – und dies in Zeiten, als dieses Wort noch gar nicht existierte.


