Magdalena Denkl | 1901 – 1973
„In meinen zwei ersten Schuljahren hatte ich Fräulein Denkl als Lehrerin. […] wir gingen gerne zu ihr in die Schule. Wir können sagen, wir hatten einen guten Anfang unserer Schulzeit bei Fräulein Denkl.“ Arthur Zanker
Magdalena Denkl war über 25 Jahre Lehrerin an der Freimanner Schule. Ab 1940 begleitete und prägte sie Generationen von Kindern in ihren ersten Schuljahren. In den Kriegs-jahren 1941/42 unterrichtete sie die erste und zweite Klasse – mit jeweils bis zu 79 Kindern.
Nach 1945 war Magdalena Denkl eine der wenigen Lehrkräfte in Freimann, die vom Nationalsozialismus unbelastet weiter unterrichten durften. 1955 wurde sie zur Oberlehrerin ernannt – eine damals seltene Anerkennung für eine Frau im Schuldienst. Für Denkl scheint das Lehrerdasein nicht nur Beruf, sondern Berufung gewesen zu sein.
Neben dem Unterricht schrieb sie Krippenspiele, die mit den Kindern aufgeführt wurden, und 1964 ein Theaterstück zum Schuljubiläum.
Magdalena Denkl blieb unverheiratet. Anders hätte sie auch nicht im Schuldienst bleiben können. Bis 1951 galt das „Lehrerinnenzölibat“, das nur ledigen Frauen die Arbeit als Lehrerin gestattete. Wer heiratete, musste aus dem Schuldienst ausscheiden.
Da unverheiratet, wurde Magdalena Denkl zeitlebens “Fräulein” genannt, als wäre sie ohne Ehemann keine vollständige Frau. Diese Benennungspraxis änderte sich in Deutschland offiziell erst in den 1980er Jahren.


