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23.04.2026

Luise Mohr

Luise Mohr | 1868 – 1944

 

Luise Mohr heiratete Mitte der 1880er Jahre den Gutsbesitzer Christian Walther Mohr. 1888 kam ihre Tochter Pauline – ihr einziges Kind – zur Welt.

 

Als Walther Mohr 1906 starb, übernahm sie die umfangreichen Besitzungen – wozu neben dem Gutshof (heute Mohr-Villa) samt großen Ländereien auch der Zehetmeierhof an der Sondermeierstraße gehörte – und damit die Verantwortung für deren Bewirtschaftung. Sie stand einem großen Gesinde vor, das sie mit strenger Hand führte.

 

Im ersten Weltkrieg gab sie den landwirtschaftlichen Gutsbetrieb auf, verkaufte 1922 das Anwesen an die Firma Neumeyer und zog in eine Villa in die Gartenstadt Altfreimann (heute Hortensienstraße).

 

Luise Mohr war vielfach wohltätig aktiv – für Schule, Kirchen, Freiwillige Feuerwehr. An der Nikolauskirche stiftete sie eine Ehrengedenktafel für die Gefallenen des ersten Weltkriegs. Zudem kümmerte sie sich auch um Unterstützung für ärmere Gemeinde-mitglieder.

 

Trotz des vielfältigen, auch karitativen Einflusses, den Luise Mohr in Freimann hatte, wurde 1932 die Mohrstraße nicht nach ihr, sondern nach ihrem Mann, der schon viele Jahre zuvor verstorben war, benannt – mit dem Hinweis, er hätte „sich um die ehemals selbständige Gemeinde Freimann Verdienste erworben“. Dass es wohl eher die Verdienste der Frau Mohr waren, die hier zu Buche schlugen, blieb unerwähnt.

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