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16.04.2026

Lena Christ

Lena Christ | 1881 – 1920

 

Als „die glücklichste Zeit ihres Lebens“ bezeichnete die Schriftstellerin Lena Christ ihren Aufenthalt in Freimann. 19-jährig verbrachte sie im Jahr 1900 einige Monate als Köchin in der Ausflugsgaststätte Floriansmühle.

 

Von Gästen geachtet, von der Wirtin der Floriansmühle geschätzt, von Offizieren, die in der Gaststätte verkehrten, und Freimanner Burschen verehrt. Lena Christ erlebte in Freimann etwas, das sie bisher in ihrem Leben nicht gekannt hatte: Wertschätzung.

 

Der Freimanner Pfarrer Merk nannte sie „das Bachstelzerl“. Was so unbeschwert und sorglos klang, entsprach doch so gar nicht der Lebensrealität, in der Lena Christ steckte.

 

Sie lebte in schwierigen Lebensumständen: Als uneheliches und ungewolltes Kind von der Mutter körperlich und psychisch misshandelt unternahm sie einen Selbstmordversuch. Und auch später in ihrer Ehe mit ihrem ersten Mann erlebte sie Gewalt und Unterdrückung.

 

Ihre Erlebnisse und Erfahrungen verarbeitete sie literarisch: 1912 debütierte sie erfolgreich mit ihrem Roman „Erinnerungen einer Überflüssigen” – darin enthalten die Schilderung zu Freimann. Auch in weiteren Werken thematisierte sie das Leben von Frauen und deren Suche nach Lebenschancen.

 

Schriftstellerisch war Lena Christ erfolgreich und doch konnte sie sich und ihre beiden Töchter kaum ernähren. Immer wieder unternahm sie Versuche, sich aus ihren misslichen Lebenssituationen zu befreien. Letztlich ohne Erfolg: im Alter von 39 Jahren nahm sie sich auf dem Waldfriedhof mit Zyankali das Leben.

 

tagPlaceholderTags: Menschen in Freimann, Frauen-Ausstellung 2026, Ausstellung, Frauen in Freimann
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